von Peggy Thiel
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21. September 2023
Ihr habt nun euren frisch erworbenen Führerschein und kauft oder leiht euch ein Boot. Was muss mit an Bord und was wäre ratsam mitzuführen. So eine richtige Liste gibt es nicht und auf Nachfrage gibt´s unterschiedliche Antworten. Bis irgendwann irgend etwas passiert, was hätte mit entsprechenden Mitteln vermieden werden können und die Versicherung streikt. Es wird auf Privatyachten vom Gesetzgeber lediglich auf die "seemännische Sorgfaltspflicht" verwiesen, welche unterschiedlich ausgelegt werden kann. Hier von uns eine Liste mit Gegenständen, die ihr unbedingt an Bord haben solltet. Bootshaken, 2 Paddel, Feuerlöscher mit TÜF (alle 2 Jahre prüfen lassen oder neu kaufen), Rettungsring mit Leine, Rettungsweste passend für jede Person an Bord (Feststoff oder CO2/ Kartusche wechseln falls ausgelöst und TÜF nach Herstellerangabe), rote Warnfahne, vollständiger Erste Hilfe Kasten, Anker mit ausreichend Leine, Bootsfender, Festmacherleinen mit Expandern am besten 4 Stück (je nach Marina) und eine Wurfleine, Kartenmaterial von eurem Gebiet ist ebenfalls ratsam, natürlich euren Führerschein und die Bootspapiere nicht vergessen. Ist das Rettungsgerät nicht sichtbar verstaut, muss es von aussen mit Piktogrammen für jeden Fahrgast erkennbar sein. Auch wenn ihr das Boot, Hausboot oder Yacht nur geliehen habt, habt ihr als Bootsführer die "seemännische Sorgfaltspflicht", nicht der Eigner! Achtung: bei Verwendung von CO2- Löschern in Kabinen darauf achten, dass schnell eine tötliche Konzentration erreicht werden kann. CO2 ist schwerer als Luft, verdrängt diese und verbleibt somit auch erstmal im Rumpf des Schiffes. Ausserdem halten wir es, aus persönlicher Erfahrung , für ratsam folgende Gegenstände an Bord zu haben. Taschenlampe oder Stirnlampe -griffbereit, Signalhorn oder Glocke, Fernglas, Werkzeug, Keilriemen, Schweizer Taschenmesser oder Leatherman -griffbereit, Schöpfeimer oder Handlenzpumpe, Panzertape, Kabelbinder, Sicherungen, Smartphone mit eingespeicherten Wasserschutzpolizei- und Wasserwachtnummern, ebenfalls Google Maps für die Standortangabe, Walkie Talkie bei grösseren Booten und einen zweiten Anker.